DIY (Jeans-)Hosen im Schritt flicken

So… Heute mal wieder etwas praktisches! Nachdem ich in der letzten Zeit über sooo viele ernste Themen geschrieben habe, ist es mal wieder Zeit für was anderes… 🙂

Ich weiß nicht, ob ihr das Problem kennt. Immer genau DIE Lieblingsjeans geht im Schritt kaputt, weil man sie einfach gefühlt ständig an hat. Naja, außer du zählst zu den glücklichen Gewinnern eines Körpers, die zwischen den Beinen dieses berühmte „Model Loch“ haben. Aber… Ich versichere euch, das sind nicht viele und es hängt auch nicht damit zusammen, ob man dick oder dünn ist. Ich hatte dieses „Problem“ auch mit 20 kg weniger auf den Hüften… Ich denke sogar, ganz besonders wenn man Sport betreibt, der auf die Beine geht (Skifahren, Fussball, Radfahren, Langlaufen), ist die Muskulatur dort sehr ausgeprägt. War mal immer bei mir so, aber ok, ist nun auch schon wieder ein Weilchen her… 😀

Ok, nun zum eigentlichen Prozedere… :


Zu Anfang erst einmal, bevor ihr eine alte, nicht mehr reparable Jeans oder Hose wegwerft, schneidet alles an Stoff weg, das noch gut ist! Oder wenn ihr eine Hose umnäht, unbedingt den weggeschnittenen Stoff aufbehalten! Diese Stoffstücke sind ungemein wichtig für Flickarbeiten! 


  1. Gut, nehmt eure Hose, seht euch die Größe und die Intensität des Loches an. Manchmal ist der Stoff noch nicht ganz durch und man kann überlegen, einfach nur so darüber zu nähen. Mache ich persönlich im Schritt jedoch nicht, da dann die Gefahr besteht, das es an den Nähten sowieso dann aufreißt, da dieser Bereich halt immer unter Reibung steht. 2017-03-18 08.07.13
  2. Wie gesagt, seht euch das Loch an, nehmt ein Stück Stoff und schneidet dies so zurecht, das es etwas größer ist, als die beschädigte Stelle. Falls das Loch schon komplett durch ist und nur noch Fäden zu sehen sind, die Fäden komplett wegschneiden, das Loch also säubern, dann kann man später besser flicken. Falls es nur leicht durch ist, einfach nichts machen und so belassen. 2017-03-18 08.08.04
  3. Man nehme seine Stecknadeln und lege das bereitgelegte Stück Stoff innen in die Jeans, ordentlich zurechtlegen, damit keine Falten entstehen und das Stück Stoff das Loch gut abdeckt. Außen herum mit Stecknadeln fixieren. 2017-03-18 08.10.362017-03-18 08.11.06
  4. Nun die Hose unter die Nähmaschine „wurschteln“. Geht manchmal schwieriger, als gedacht. Ein Tipp, den Nähfuss anheben! Wenn du nicht weißt, wie das bei deiner Nähmaschine funktioniert, bitte Gebrauchsanweisung lesen. Und… die Maschine so umbauen, das ihr mit der Hose unter den Nähtisch kommt. Manchmal muss man so ein kleines Kästchen davor einfach aushaken. Es gibt auch Maschinen, die sind schon von vorneherein so.
  5. Einen Zickzackstich deiner Wahl wählen. Nicht zu groß und nicht zu klein. Ich nehme bei meiner Maschine Stichlänge 1 bis 2. 2017-03-18 08.13.37
  6. Nun einfach froh und munter hin und her, vor und zurück nähen, bis man das Gefühl hat, ja… Es passt! Die beschädigten Stellen sollten schön vernäht sein und optisch sind da keine Grenzen gesetzt. Ich bin da eher von der ordentlichen Fraktion und nähe immer nur gerade vor- und zurück… 😉 Bei einem kompletten Loch wäre es allerdings ratsam das Stoffstück sauberer, auf die Größe des Loches zurechtzuschneiden und oben drüber zu nähen und ordentlich, mit Zickzack Stich, außen herum zu nähen. 
  7. Gut, wenn alles vernäht, die Stecknadeln entfernen (kann man natürlich auch schon während des Nähvorganges). Die Hose von der Nähmaschine befreien und die Hose auf links drehen. 2017-03-18 08.18.13
  8. Eine Schere (am besten eine kleine Schneiderschere oder eine Nagelschere) und den überschüssigen Stoff rund um die Nähte vorsichtig wegschneiden. Vorsicht, nicht die Jeans an sich zerschneiden! 😉 2017-03-18 08.18.59
  9. FERTIG!!! Wie ihr seht, ist dies nicht die erste Naht an der Hose und wird auch nicht die Letzte sein… 😉 2017-03-18 08.19.25

Dies kann man übrigens auf jedes Loch anwenden. Im Moment sollen allerdings wieder diese „Löcherhosen“ in Mode sein. Finde ich persönlich schrecklich. Wie kann man sich nur eine kaputte Hose kaufen??? 😀 Aber nun gut, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten… 😉

Viel Spaß beim nachmachen und Geld sparen!

Eine gute Jeans kostet ordentliches Geld und so spart man! Natürlich kann man das auch bei billig Hosen machen. Leider haben die meist einen dünneren Stoff und reißen noch viel schneller ein.