Mein Resümee zum Weltfrauentag

Ich muss peinlicherweise gestehen, den gestrigen Weltfrauentag bemerkte ich erst gegen Nachmittag, als ich meinen Twitteraccount öffnete.

Das erste Bild, das mir ins Auge stach, war ein geteilter Beitrag mit der Aufschrift:

Ehrlich, ich dachte mir:

Geht’s noch??? Wie verblödet ist die Menschheit eigentlich inzwischen? Vollkommen Ideologie verblendet! Jeder Mensch kann alles sein, was man will und niemand DARF was dagegen sagen. So soll die „schöne“ neue Welt aussehen. (Erklärung weiter unten)

Dazu sah ich mir dann später noch eine Doku auf Arte an:

https://www.arte.tv/de/videos/079476-002-A/re-junge-maedchen-egal/

Sprich, jeder soll von Anfang an frei sein. Keinem Kind soll vorgeschrieben werden, wie es sein soll, geschlechter-technisch. Eigentlich kein schlechter Gedanke. So soll Ausgrenzung verhindert werden und keiner benachteiligt werden.

Allerdings sieht die Realität anders aus. Die Kinder sollen von klein auf so herangezogen werden, dass sie gar nicht mehr wissen, was Mann-Sein oder Frau-Sein bedeutet. Geschlechtslos. Wie sollen sie sich dann später mit einem Geschlecht identifizieren können? Der im Video gezeigte Erzieher sagt es ganz deutlich mit seinen Worten: Es geht nicht um Gleichstellung sondern um Gleichsein! Sprich, es geht darum, nicht nur die Geschlechterstereotypen weg zu erziehen, es geht darum Mann und Frau ganz abzuschaffen.

Wer profitiert am Meisten davon? Ganz klar die Frauen! Sie können die Welt so umgestalten wie sie wollen und verhindern so, dass sie kritisiert werden. Das mögen Frauen nämlich gar nicht. Nein! Ja, wir sind oft bis in unsere Grundfeste hinein erschüttert und beleidigt, wenn jemand es wagt, unser Leben und unsere Meinung in Frage zu stellen und versuchen alles, um andere von unserer Meinung zu überzeugen, damit wir Rückhalt haben… 😉 😀 Merkt ihr was? 😀 Und Männer sollen uns immer in allem beipflichten, unterstützen und uns ja nicht kritisieren, wie dumme Hündchen, die keinen eigenen freien Willen haben. Ja! Wir wollen die Kontrolle! Aber schlussendlich leiden die Mädchen in späterer Zukunft darunter.

Ich kenne sogar jetzt schon viele Frauen, die jammern, dass sie keine ordentlichen Männer mehr finden! Frauen wollen starke Männer an ihrer Seite! Männer, die sie auf Händen tragen, Männer, die ja auch mal sagen, wo es langgeht (natürlich nicht gewalttätig), die ihnen auch manchmal den Weg weisen! Männer, die Verantwortung übernehmen. Männer, die Gentleman sind und einem die Tür aufhalten. Machos, die sich um eine Frau notfalls auch mal prügeln, weil die Frauen dann wissen, dass sie die Einzige für diesen Mann sind! Das ist verankert in uns Frauen! Dies will man in aller Macht aus uns heraus ideologisieren! Das darf eine Frau nicht mehr denken und fühlen, denn eine Frau darf nicht schwach und hilfsbedürftig sein! Sie muss ihren Mann stehen, bzw sie muss wie ein Mann agieren! Männer sollen (müssen) hingegen Gefühle zeigen können und ihr innerstes nach außen kehren können, damit Frau Mann verstehen kann. Vielleicht sollten wir einfach die Männer Männer sein lassen und wir Frauen sollten uns Frauen Frau sein lassen.

Wenn man die Jungs von klein auf nicht prägt, dass sie später mal zu aufrechten, starken Männern heranwachsen dürfen, dann gute Nacht Gesellschaft! Ich kenne einige Männer, die sehr große Schwierigkeiten haben eine ordentliche Frau zu finden, die bereit ist ihnen Kinder schenken und die bereit ist sich auch größtenteils um diese zu kümmern, inklusive Haushalt und die das mit Liebe und Leidenschaft macht. Für eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft, in der jeder seine Aufgaben hat, die dem Gemeinwohl der Familie dienlich sind. Den jungen Frauen heute wird eingetrichtert, sie dürfen/ sollen das nicht tun, da dies ein Rückschritt sei. Heimchen am Herd geht gar nicht! Sie machen sich abhängig von ihrem Mann. Sie müssen arbeiten gehen, allein schon wegen ihrem späteren Rentenanspruch (von dem keiner weiß, ob der überhaupt in 30/40 Jahren noch gilt). Ehrlich, ich kenne keine Mutter hier, die ein „Heimchen am Herd“ ist, obwohl sie zu Hause bei den Kindern ist und sich größtenteils um Kinder und Haushalt kümmert. Alle Frauen haben eine Vielzahl von Hobbies und kreativen Beschäftigungen.

Job und Karriere gehe vor Familie und Kinder, was vollkommener Blödsinn ist, denn Kinder haben immer Vorrang! Das sehe ich übrigens auch im Bezug auf den Mann so. Kinder kommen immer an erster Stelle und erst dann kommen die Erwachsenen…

Ich sage ja gar nichts dagegen, wenn eine Frau, um die Familie mitversorgen zu können, arbeiten gehen muss! Aber nur arbeiten gehen, um nicht abhängig zu sein von seinem Ehemann? Das ist Blödsinn. (Ich schreibe absichtlich Ehemann, denn wer nicht mal bereit ist zu heiraten, der hat wahrscheinlich auch kein Vertrauen zu seinem Partner bzgl Finanzen.) Wenn man so einen Mann geheiratet hat, von dem man das Gefühl hat abhängig zu sein- selbst schuld… Das ist dann auch keine gleichberechtigte Partnerschaft.

Gut prüfe wer sich ewig bindet!

Frauen und Männer sind unterschiedlich und zwar von klein auf. Die Hirnforschung hat das schon bei Babys festgestellt. Aber seriöse Wissenschaft, die mit gesunden Menschenverstand arbeitet ist bei diesen Genderidologie verblendeten Menschen ja nichts wert…

Ich sehe den Genderismus ganz klar als ein Produkt unserer verwöhnten, reichen Gesellschaft, die nicht mehr weiß, was wirklich wichtig ist im Leben.

Es gibt tatsächlich noch Frauen in dieser Welt, die wie Sklavinnen gehalten werden, die als Sexsklavinnen gehalten werden, die keinerlei Rechte haben, die missbraucht werden für irgendwelchen religösen Wahnsinn, die jeden Tag um Leib und Leben fürchten müssen, eben weil sie Frauen sind. Für diese Frauen müssen wir kämpfen und auf deren Nöte aufmerksam machen!

Nicht für unsere depperte Gesellschaft hier, die gar nicht mehr weiß, wie dumm noch tun… (Sorry für die Wortwahl, ist aber so)

Zum Schluss noch ein Beispiel aus meinem Leben:

Ich bin nicht wie ein typisches Mädchen erzogen worden, ich hatte wenig, bis zeitweise gar keine Puppen. Barbies durfte ich eh keine haben, damit mein Frauenbild nicht falsch geprägt wird. Ich war ganz viel draußen in Wald und Wiesen. Hab gelernt mit allerhand Werkzeug umzugehen. Ja, ich kann mit Stolz sagen, ich bin handwerklich ganz geschickt! Leider Gottes hatte ich auch zeitweise Probleme mich mit dem Geschlecht Frau zu identifizieren, weil alle Mädchen um mich herum anders erzogen worden sind. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mir als Kind/ Teenager mal die Nägel lackiert hab, oder mich an irgendwelchen Frisuren ausprobiert hab. War mir nicht wichtig (ist es mir auch heute noch nicht).

Ich wusste nicht, ob ich mich richtig verhalte, weil alle anderen Mädchen um mich herum sich z.T. anders verhalten haben! Meine Eltern haben mir in der Zeit auch kein Rückhalt gegeben, weil sie glaub schlicht und ergreifend nicht wussten, wie damit umgehen. Oder besser gesagt, sie wussten glaub gar nicht, was in mir los war. Über Gefühle wurde bei uns zu Hause eh nie viel geredet. Ja… Ich musste mir selbst meinen Weg in meiner Identifikation als Frau selbst ebnen und… war erfolgreich!

Allerdings war für mich immer klar: Ich bin eine Frau! Alle körperlichen Merkmale entsprechen dem einer Frau.

Sowas passiert, wenn man die Kinder nicht in ihrem Geschlecht bestärkt und ihnen vor allem nicht zuhört und ihnen hilft! Wie die Eltern das jeweilige Geschlecht des Kindes sehen oder gerne hätten, das soll den Eltern selbst überlassen werden. Aber man sollte den Kindern von klein auf Identifikation mit auf den Lebensweg mitgeben! Allerdings nicht zwanghaft, sondern mit viel Feingefühl und Liebe! Niemand sagt, dass Mädchen nicht mit Traktoren spielen dürfen, oder Jungs nicht mit Puppen, darum geht es im Grunde auch gar nicht. Es geht um die innere Einstellung über Frau-Sein oder Mann-Sein. Blöd nur, wenn die Eltern auch (nicht mehr) wissen, was das eigentlich bedeutet…

Kinder brauchen standfeste Wurzeln, damit sie später im Leben die Kraft haben zu wachsen und zu gedeihen!