Lebenstraum Landwirtschaft

Nun möchte ich, für diesen Blog, noch ein neues Thema aufgreifen, welches schon lange in dem Bewusstsein von meiner Familie ist.

Mein Mann ist, unter anderem, gelernter Landwirt und wenn er mal fern sieht oder liest, dann sind es meistens Landwirtschaftssendungen und Berichte, zudem liegen bei uns unzählige Fachbücher und Fachzeitschriften herum. Dadurch bekam ich in den letzten Jahren enorm viel Einblick und theoretisch kenne ich mich nun auch schon in vielen Dingen aus.

Wer uns kennt, weiß, dass wir in hoffentlich naher Zukunft, einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb führen wollen. Es ist der Kindheitstraum meines Mannes. Wir möchten so weit wie möglich autonom werden, sprich Selbstversorger. Nicht mehr abhängig von Menschen und Wirtschaft. Was unseren Prognosen zufolge, in den nächsten Jahrzehnten, immer wichtiger werden könnte…

Wir leben in einer Stadt. Ein schöner Stadtteil, mit ländlichem Flair. Die meisten unserer Nachbarn kennen wir; Die meisten wohnen hier seit Generationen. Man grüßt sich auf der Straße. Aber auch hier wird es sich ziemlich wahrscheinlich in den nächsten Jahren enorm viel ändern. Es werden immer mehr Wohnanlagen gebaut, immer mehr „Zugezogene“ aus aller Herrenländer. Eine Straße weiter sind Wohnblocks, geförderte Wohnungen, viele unterschiedliche Menschen, viele unterschiedliche Nationalitäten und… ja… oft auch negative Momente. Vergangenen Sommer war häufig die Polizei da, wegen Streitigkeiten unter den Nationalitäten… Andere Länder, andere Sitten…

Es ist schön, ohne Frage und wir freuen uns hier leben zu dürfen, aber es ist nicht unser Lebenstraum. 

Wir haben das unglaubliche Glück viel Platz zum wohnen zu haben und das ist in dieser Stadt, in der Wohnraum schon fast unerschwinglich wird, ein absoluter Traum! Zudem ein großer Garten, den wir nutzen dürfen.

Wir wohnen in einem Mehrparteienhaus, zwei Haushälften. Wir haben die eine Haushälfte fast für uns alleine und sind die einzigen, mit direktem Gartenzugang über eine schöne Terrasse (die auch mein Mann selbst gebaut hat, wie so vieles hier…). Mein Mann ist der Hausverwalter, unser Vermieter und Hauseigentümer wohnt in Deutschland. Wir dürfen hier schalten und walten wie wir wollen und alles, was aufwertend bzw schön ist, ist uns erlaubt. Natürlich gehen mit vielen Rechten, auch viele Pflichten einher, die die meisten nicht sehen… 😉  

Da lobte ihn sein Herr: ›Gut so, du bist ein tüchtiger und zuverlässiger Verwalter. In kleinen Dingen bist du treu gewesen, darum werde ich dir Großes anvertrauen. Komm zu meinem Fest und freu dich mit mir!‹

Matthäus 25,23

Unser Traum wurde in den letzten Jahren immer wieder nach hinten verschoben.

Unsere Kinder sind derzeit noch klein, ich persönlich war und bin es immer noch nicht so ganz belastbar und wenn wir so ein Projekt zusammen beginnen, muss ich voll und ganz belastbar sein. Ich will von Anfang an voll und ganz dabei sein. Meine Ideen und meine Arbeitskraft aktiv mit einbringen können. Solange die Kinder noch klein sind und viel Aufmerksamkeit  benötigen, ist dies einfach ein Ding der Unmöglichkeit. Wir möchten nicht, dass unsere Kinder darunter leiden. Denn, erst kommt die Familie, dann kommt die Arbeit!

Trotzdem… Lieber heute als Morgen! Die ganze Familie zusammen. Leben und arbeiten den ganzen Tag, Seite an Seite.

Niemand verpflichtet, nur Gott und unserer Familie.

Jeden Tag mit und in der Natur leben. Von der Hand in den Mund.

Überproduktion kann verkauft werden und mit dem Erlös können wir uns die Luxusgüter leisten, die in der heutigen Welt so wichtig erscheinen.

Unser Hofgesuch auf einer Hofbörse

Wir bekommen häufig Angebote. Nach eingehender Prüfung war jedoch bisher noch nie was dabei. Es muss einfach passen! Vor allem menschlich. Wir möchten Gott vertrauen, dass er uns zur rechten Zeit, das Richtige schenkt.

Mit normalem Menschenverstand ist dieses Projekt unmöglich für uns, allein schon wegen der finanziellen Seite. Aber, wir haben unseren Schöpfergott an unserer Seite, mit dem man alles schaffen kann. Er geht mit uns diesen Weg. Wir möchten ihm vertrauen, dass er uns führt und leitet, so wie er es bisher auch schon getan hat.

Vielleicht sind all unsere Pläne nicht Gottes Wille für unser Leben, wer weiß! Aber wir sind der Meinung, dass mein Mann diese Vision für sein Leben nicht umsonst schon seit Kindheitstagen in sich trägt.

Eventuell wird es nicht ganz so, wie er es sich erdacht und geplant hat, aber dann bin ich mir 100%ig sicher, es wird noch besser werden… 🙂