Perfekter Haushalt

Tami hat sich in einem ihrer letzten Blogbeiträge um das Thema: Die perfekte Frau (oder eben auch nicht) gekümmert.

Ich möchte jetzt allgemein über den Haushalt in einer Mehrkindfamilie berichten, mit meiner eigenen persönlichen Geschichte.

Was wurde ich in der Vergangenheit oft für meinen sauberen Haushalt gelobt…

…und gefragt, wie ich das alles schaffen würde und ehrlich? Es ging runter wie Butter und ich fühlte mich als die tolle Hausfrau, die Kinder und Haushalt perfekt unter einen Hut bekommt. Ich wiegelte dann immer ganz demütig ab und minimalisierte das Lob. Insgeheim jedoch freute ich mich natürlich wie ein Schlosskönig darüber… ICH BIN TOLL!

Wie sagt man so schön: Eigenlob stinkt!

Tja…Das war einmal…

Jetzt bin ich froh, wenn alles wenigstens für einen halben Tag mal einigermaßen sauber ist und das ist es ziemlich selten…

Rückblick

Als wir noch zu zweit waren putzten wir einmal die Woche unsere Wohnung durch und waren ganz stolz, dass es so schön sauber ist. Als unser erster Sohn auf die Welt kam und dieser in weiterer Folge älter wurde (logisch), wurde es schon öfter. Vielleicht zwei bis dreimal die Woche, dass mal der Staubsauger in Betrieb genommen wurde und/ oder der Wischmopp zum Einsatz kam. Als unser zweiter Sohn kam und dieser in weiterer Folge auch aktiver und selbstständiger wurde, nahm auch das Chaos weiter zu, aber ich hatte es noch einigermaßen im Griff.

Heute

Nun darf ich mich Dreifach-Mama nennen. Meine kleine Tochter lässt sich schon länger anmerken: „Hey! Ich bin auch noch da!“ Da ist mittlerweile nichts mehr mit: „einfach in der Wiege ablegen und derweil putzen ect.“

Ja… Dann gibt es mich und meine persönlichen Bedürfnisse und Hobbies ja auch noch, wie zum Beispiel dieser Blog hier. Diese wurden jedoch schon extrem zurück gefahren. Aber ich darf und will mich deswegen nicht beschweren. Ich liebe mein Leben. Alles was ich tue, mach ich aus Leidenschaft und Überzeugung, aber das heißt ja nicht, dass es deswegen automatisch auch einfach und ohne persönliche Einbußen ist! Niemand hat gesagt, dass das Leben immer chillig und heiter Sonnenschein ist… 

Aber das nur am Rande…

Kommen wir zurück zur Sauberkeit, oder eben nicht Sauberkeit. Dreck.

Nun verhält es sich mittlerweile so, dass ich es einfach nicht mehr schaffe alles sauber zu halten. Mein Mann schafft es, bei allem Bemühen, derzeit auch nicht mehr oft zu helfen. Ich bin froh, wenn er sich mit um die Kinder kümmert, wenn er zu Hause ist, da ist ein dreckiger Fußboden oder ein unaufgeräumtes Kinderzimmer erstmal zweitrangig. Zudem hat er außerhalb seiner externen Arbeitsstätte noch x andere Dinge zu erledigen, die einfach gemacht werden müssen… Wie in meinem letzten Beitrag, Lebenstraum Landwirtschaft, beschrieben

Aber natürlich „fuchst“ es mich bis unter die Nasenspitze. Ich hab es unglaublich gerne sauber, aber es ist derzeit ein Fass ohne Boden. Gerade erst aufgeräumt, 5 Minuten später schon wieder die Legokiste umgekippt, das Saftglas aus geleert, das Müsli auf dem Tisch verteilt, die Zahnpasta überall nur nicht auf der Zahnbürste, die Toilettenrollen abgerollt um irgendwas damit zu spielen, Erde aus den Topfpflanzen geräumt, von der Blume auf dem Tisch die Blüten abgerupft… usw

Ich könnte ewig so weiter machen…

Fazit

Entweder laufe ich nur noch mit dem Putzlappen hinterher, oder… Ich mache die Augen zu und sehe nicht immer so genau hin… Je nach Tagesform kommt dieses oder jenes zum Einsatz… 🙂 Es ist schwer, alles einfach liegen zu lassen, sehr schwer… Und ich muss wirklich beide Augen, bildlich gesprochen, ganz fest zudrücken um nicht „wahnsinnig“ zu werden… 😉

Bös gesagt: Wer keine Dreck im Haus will, der darf sich weder Tiere noch Kinder anschaffen… 😉

Wie handhabt ihr es?