Fremdes Erbgut in weiblichen Gehirn (Artikelempfehlung)

Es klingt unheimlich. Nach einer Schwangerschaft haben viele Frauen fremde Zellen in ihrem Gehirn. Wirklich fremd sind diese zwar nicht. Sie stammen vom eigenen Kind und enthalten zur Hälfte das Erbgut der Mutter, zur anderen Hälfte das Erbgut des Vaters. Das macht es aber nicht weniger unheimlich. Daraus folgt nämlich, dass die Frauen das Erbgut ihres Partners im Gehirn tragen. Können diese Zellen das Verhalten der Frauen beeinflussen? Ist eine Frau nach einer Schwangerschaft im biologischen Sinne fremdgesteuert? Höchstwahrscheinlich nicht. Zwar weiss man nicht im Detail, wie viele kindliche Zellen im Körper der Mutter verbleiben, aber es dürften verschwindend wenige sein.

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