Nachhaltiges Leben

Mich beschäftigt eigentlich so ziemlich genau, seitdem ich Mutter geworden bin, das Thema: Umweltschutz.

Ein Kind zu bekommen und in Folge die Lebensumstellung war für mich ein einschneidendes Erlebnis, sodass ich einiges in meinem Leben in Frage stellte und versuchte in vielen Dingen „ein besserer Mensch“ bzw „aufmerksamerer Mensch“ zu werden.

Wie sagt man so schön, alles braucht seine Zeit, um reifen zu können. Viele Dinge kamen auch erst Jahre später, obwohl der Gedanke schon da war: Der Umwelt gutes tun, mit Stoffwindeln wickeln!

Mir wurde bewusst, dass die Welt durch unsere konsumgeile, kurzlebige Gesellschaft, im wahrsten Sinne des Wortes, immer weiter in den Dreck gezogen wird. Wir können uns alles kaufen, was unser Herz begehrt und genauso schnell stoßen wir viele Dinge auch wieder ab. Viele Dinge die wir tagtäglich beziehen und nutzen wurde auf anderen Teilen dieser Welt unter Menschen-unwürdigen und/ oder Tier-unwürdigen Produktionsbedingungen hergestellt. Juckt uns das? Nein. Wir wischen es mit einem Gedanken weg, da wir das Leid nicht vor Augen haben.

Ich muss nachhaltiger Leben!

So begann ich nach und nach einige Dinge zu überdenken und versuchte, nach meinen Möglichkeiten, etwas zu verändern. Dies lag auch in großen Teilen an meinem Mann, der den Lebenstraum Landwirtschaft hat.

Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan, und herrschet über Fische im Meer und über Vögel unter dem Himmel und über alles Tier, das auf Erden kreucht.

1.Mose 1,28

Dieser Bibelvers hat mich lange beschäftigt. Wenn Gott sagt herrschen, dann meint er damit laut mir schützen und beschützen, aber auch nutzen.  Wir sind für alles verantwortlich! Jeder einzelne Mensch auf dieser Erde bekam den Auftrag von Gott, sich um alles zu kümmern.

Alles, was sich reget und lebet, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben.

1.Mose 9,3

Gott hat uns mit keinem Wort verboten, dass wir Fleisch- und Wurstwaren essen dürfen. Er hat keine Speise für unrein erklärt! Die Juden hatten in Folge Vorschriften bzgl. Essen, aber das wurde durch Jesus im NT alles wieder aufgehoben. Wir dürfen frei entscheiden, was wir tun und lassen!

Ich persönlich bin der Meinung, wenn der Mensch die Erste hier genannte Bibelstelle einhalten würde, würde es keine Massentierhaltung geben, keine grausamen Umgang mit Tieren, keine schädigende Nutzung von Flächen… ect Aber solange der Mensch gierig auf Profit und Reichtum aus ist und wir alle weiterhin denken: „Je mehr desto besser“, wird sich rein gar nichts ändern.

Jeder einzelne Mensch ist in der Verantwortung! Nein, wir können nicht die Welt retten. Aber wir können versuchen, verantwortungsvoll mit dem umzugehen, was Gott uns geschenkt hat!

Es ist schwierig, ich weiß, vor allem, wenn der Geldbeutel auch ein Wörtchen mitzureden hat. Biolebensmittel sind teuer. Es ist anstrengend beim Einkaufen auf jedes Etikett zu sehen und alles akribisch durchzulesen. Wenn ich Zeit habe, tue ich dies. Wenn es schnell gehen muss landen auch Lebensmittel im Einkaufswagen, die eigentlich nicht meinen Anforderungen entsprechen. Mit der Zeit weiß man jedoch dann schon ungefähr welche Firma, welches Lebensmittel „gut“ ist und welches einfach gar nicht geht…

  • Etiketten/ Aufschriften lesen und zwar auch hinten drauf, das Kleingedruckte, da steht sehr oft drauf, was man eigentlich nicht über dieses Lebensmittel wissen mag…
  • Sich auf den Firmen-Homepages über die Produktionsabläufe und Produktionsbedingungen informieren.
  • So viel wie möglich selbst herstellen, auf Fertigspeisen und Gerichte so gut wie möglich verzichten (ich weiß, geht nicht immer).
  • Wenn sich die Möglichkeit ergibt, Gemüse und Obst selbst anbauen und am allerbesten wäre auch die Tierhaltung selbst übernehmen, was jedoch für die meisten nicht möglich ist.
  • Sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Und vor allem… Nicht von anderen, mit ihrer oft fast schon Ess-Religion, irre machen lassen! Vegan und Vegetarisch ist wirklich eine tolle Sache, für den, der auf Fleisch verzichten möchte/ kann, als Statement gegen die Massentierhaltung. Es ist jedoch kein muss!